Portugal ist eine parlamentarische Republik mit einer einzigen Nationalversammlung („Assembleia da República“), die aus 230 Mitgliedern besteht, die für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem Verhältniswahlrecht in Mehrpersonenwahlkreisen gewählt werden. Die Präsidentschaftswahlen fanden am 8. Februar 2026 statt, und António José Seguro soll am 9. März 2026 sein Amt als Präsident Portugals antreten.
Nur portugiesische Staatsbürger haben in Portugal das Wahlrecht. Alle portugiesischen Staatsbürger ab 18 Jahren, die im Wählerverzeichnis eingetragen sind, können direkt den Präsidenten der Republik wählen.
Die Leitung des portugiesischen Parlaments liegt in den Händen des Präsidenten der Assembleia da República (Versammlung der Republik), der deren Verwaltung überwacht, und des Verwaltungsrats, der sowohl als Beratungs- als auch als Verwaltungsorgan fungiert. Die bei den Parlamentswahlen im Mai gewählte Versammlung der Republik wird den neuen Parlamentspräsidenten sowie die Vizepräsidenten und Sekretäre wählen.
Die Demokratische Allianz (AD) ist eine Mitte-Rechts-Koalition in Portugal, die sich aus der Sozialdemokratischen Partei (PSD) und der CDS – Partido Popular (CDS-PP) zusammensetzt. Sie wurde 2024 als Wiederbelebung einer früheren Allianz gegründet, die zwischen 1979 und 1983 bestand. Die Koalition wurde gegründet, um an Wahlen teilzunehmen, und hat eine bedeutende Rolle in der portugiesischen Politik gespielt, insbesondere bei den Wahlen 2024 und 2025, bei denen sie die meisten Sitze gewann, aber keine Mehrheit erreichte.
Nach der Wahl vom 18. Mai 2025 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| Partido Social Democrata (PSD) | 89 |
| Chega (CH) | 60 |
| Partido Socialista (PS) | 58 |
| Iniciativa Liberal (IL) | 9 |
| Livre | 6 |
| Partido Comunista Português (PCP/PEV) | 3 |
| Centro Democrático Social - Partido Popular (PPD/CDS-PP.PPM) | 2 |
| Bloco de Esquerda (BE) | 1 |
| Pessoas-Animais-Natureza (PAN) | 1 |
| Juntos pelo Povo (JPP) | 1 |
Die Sozialdemokratische Partei Partido Social Democrata (PSD) ist liberal-konservativ und wird von den meisten Wählern des rechten Flügels favorisiert. Sie trat kurz nach der Revolution am 25. April 1974 als Demokratische Volkspartei (PPD – Partido Popular Democrático) auf, und eine zeitlang wurden beide Namen benutzt. Gegenwärtig wird sie von Luís Montenegro geführt, dem neuen Premierminister.
Chega (CH) ist eine national-konservative, rechts-populistische Partei und wurde 2019 von André Ventura gegründet. Im politischen Spektrum ist sie zwischen rechts und rechtsextrem angesiedelt.
Die Sozialistische Partei Partido Socialista (PS) wurde von Aktivisten der Acção Socialista Portuguesa im April 1973 in Bad Münstereifel gegründet. Der derzeitige Vorsitzende (Generalsekretär) der Sozialistischen Partei (PS) in Portugal ist José Luís Carneiro, der im Juni 2025 gewählt wurde. Ideologisch ist sie sozialdemokratisch.
Die Liberale Initiative Initiativa Liberal (IL) ist eine liberale Partei, gegenwärtig geführt von Mariana Leitão, gewählt im Juli 2025, wird die erste Frau an der Spitze der Partei.
Livre ist eine politische Initiative freier Menschen, die sich laut ihrer Webseite https://partidolivre.pt/ durch linke Ideale und demokratische Praxis verbunden fühlen. Ihr Vorsitzender ist Rui Tavares.
Die Portugiesische Kommunistische Partei Partido Comunista Português (PCP) ist eine kommunistische, marxistisch-leninistische Partei auf Grundlage des „demokratischen Zentralismus“. Parteiführer ist Paulo Raimundo. Sie schätzt sich selbst als gleichzeitig patriotisch und internationalistisch ein und ist zwischen links und linksextrem einzustufen.
Der Linke Block Bloco de Esquerda (BE) ist aus verschiedenen linken Parteien und Bewegungen entstanden. Der derzeitige Vorsitzende ist José Manuel Pureza, der Ende November 2025 auf dem XIV. Nationalkongress der Partei gewählt wurde. Sie selbst stufen sich als Sozialisten, Antikapitalisten, Feministen, Umweltschützer und Antirassisten ein.
Weitere kleine Parteien finden Sie auf der Website: parlamento.pt, auch in Englisch.
Azoren und Madeira
Portugal besteht aus dem europäischen Festland sowie de Inselgruppen Azoren und Madeira.
Während das Festland zentralistisch ist, sind die Azoren und Madeira autonome Regionen mit eigenen politischen und administrativen Statuten und Selbstverwaltungsinstitutionen. Beide Regionen haben ihre regionale gesetzgebende Versammlung, die das repräsentative und gesetzgebende Organ und auch für die Kontrolle der jeweiligen Regierung verantwortlich ist.
Für jede der autonomen Regionen Azoren und Madeiras gibt es einen Repräsentanten der Republik, die vom Präsidenten der Republik nach Anhörung der Regierung ernannt bzw. entlassen werden.
Der Präsident der Republik ernennt und entlässt diese Vertreter nach Anhörung der Regierung.
Das Parlament von Madeira hat 47 Abgeordnete, das der Azoren 57.
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